05.07.2010 / Aktuelle BGH -Entscheidung mit weitreichenden Folgen für die Jahresabrechnung.

Der BGH hat klargestellt, dass tatsächliche und geschuldete Zahlungen der Wohnungseigentümer auf die Instandhaltungsrücklage in der...

Jahresgesamt- und -einzelabrechnung weder als Ausgabe noch als sonstige Kosten zu buchen sind. In der Darstellung der Entwicklung der Instandhaltungsrücklage, die in die Abrechnung aufzunehmen ist, sind vielmehr die tatsächlichen Zahlungen der Wohnungseigentümer auf die Rücklage als Einnahmen darzustellen und zusätzlich auch die geschuldeten Zahlungen anzugeben.

Weiter hat der BGH entschieden, dass die Entlastung des Verwaltungsbeirats ordnungsgemäßer Verwaltung widerspricht und nach §21 Abs. 4 WEG rechtswidrig ist, wenn Ansprüche gegen den Verwaltungsbeirat in Betracht kommen und kein Grund ersichtlich ist, auf diese Ansprüche zu verzichten. Dieser Fall ist insbesondere dann anzunehmen, wenn die von dem Beirat geprüfte Abrechnung fehlerhaft ist und geändert werden muss (Urteil v. 4.12.2009, VZR 44/09).

Das Kostenrisiko für die jeweiligen Eigentümergemeinschaften - bei einer Beschlußanfechtung - ist nicht unerheblich und stellt auch für den Verwalter ein Risiko dar. Insofern hat sich die Kirchhoff & Geller Wohnungsverwaltung GmbH dafür entschieden alle Abrechnungen BGH-Konform zu erstellen.

Das Urteil stellt für uns weniger als vielmehr für unsere Abrechnungssoftware ein Problem dar. Insoweit verärgert, dass die Entscheidung - immerhin Anfang Dezember 2009 verkündet - erst am 16. Februar 2010, also mitten in der "heißen" Phase der Abrechnungserstellung, veröffentlicht wurde.

Unser Softwarehersteller konnte ende Mai das nötige Update liefern. Insofern sind wertvolle Monate für die Abrechnungserstellung verlorgen gegangen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hausverwaltung | Köln | Kirchhoff & Kollegen Wohnungsverwaltung GmbH | Immobilien | Bergisch Gladbach | Immobilien|www.kirchhoff-kollegen.de